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Ausrüstungsliste für Wintercamping "Lauch&Maas"
Ortliebsack für Transport -
Zelt "Ottawa Four Seasons", Folie, Zeltheringe, Hammer (o.Ä.) Zelt, ausreichend für zwei Personen, etwas Gepäck am Kopfende möglich, Nichts in der Apsis wg. Platzmangel und Einfrieren (!); morgens viel gefrorenes Konsenswasser Innenwand; Alu-Heringe festgefroren!
Klappspaten Nicht benutzt
4 Schlafsäcke (inkl. Außensack) Polar Bear: super; alter Daunensack + 2. leichtem Schlafsack: noch ok bei minus 15 Grad
Rettungsdecken Nicht benutzt
Kissen OK
Wärmepacks Nicht benutzt
Therm-A-Rest (1) aufblasbar/ (2)nicht aufblasbar Aufblasbare Variante :sehr guter Liegekomfort; nichtaufbl. Matte: unbequem
Wärmflasche Sehr gut für Valerie
Daunenschuhe Sehr gute Wärmewirkung, fast zu warm
Kleidung
Winter-Treckingschuhe "Donay" Ausreichend bei entspr. Bewegung
Strümpfe, dünn Etwas kalt nach der Nacht
lange Unterwäsche -
Jeans Ungeeignet
Thermohose von Aldi Sehr gut, reicht aus bei minus 15 Grad
Skijacke Fast zu warm
T-Shirt langärmelig -
Thermo-Handschuhe (Aldi) groß, sperrig, nicht optimal, ziehen sich bei Kälte zusammen und sind dann schwer anzuziehen.
Buff Nicht benutzt
Mütze Sehr nützlich, auch während der Nacht
Kochen
Gaskocher + Kartusche gute Funktion
Topf direkt aus dem Topf gegessen
Holzlöffel Wichtig, gute Funktion, langfr. viell. unhygienisch
2 Becher/Tassen, Teller, Besteck -
Kessel Wichtig für Wasserzubereitung, da Topf nicht restlos zu reinigen
Spüli Unverzichtbar z. Fettlösen
Kopflampe Lucido Nonplusultra
Zeltlicht mit Kerze Nicht benutzt, Stellfläche fehlt innen
Anzünder -
Tütensuppen Gut zum Aufwärmen vor Einschlafen
Müllbeutel Fehlte
Thermoflasche Zum Heißhalten von Wasser nützl., etwa Zähneputzen morgens, Kurzwäsche am Zelt
Hygiene
Handtuch Nicht benutzt
Shampoo Nicht benutzt
Zahnbürste/ - pasta etwas kalt mit Eiswasser
Unterhaltung
Kamera, Speicherchips, Tasche Funktioniert trotz Minusgrade
Batterien Mehrere Sätze benötigt
Bücher Nicht benutzt
Sonstiges
Brille -
Portemonnaie, Kreditkarte, Brustbeutel -
Karten/Wegbeschreibung Wegbeschreibung nützlich
Auto
Schneeketten Im Prinzip notwendig, nur knapp durchgekommen
Enteiser Türschloss Nicht benutzt



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Ablauf/Kurzfassung der Reise
:

Anfahrt aus dem Muensterland mit meiner Tocher Valerie (11) ca. 6 Stunden, bei Bamberg von der Autobahn. Wenig Schnee bis Kronach. Danach in Wilhelmsdorf steil den Berg hoch. Im Ort steile Abfahrt in ein Tal. Inzwischen - 5 Uhr - stockfinster. Wir sehen Taschenlampen, sie werden geschwenkt, weisen uns an, am Rand zu halten, halb im Schnee. Das einweisende Mädchen neben dem zünftigen Outdoorer, das uns einweist, friert!!! Kein gutes Omen. Auf die Frage, wie es weiter geht, lautet die knappe Antwort: Zelt aufbauen und amüsieren. Wir packen, was wir tragen können, und marschieren die Strasse herunter, biegen nach links ab. Alles ist weiß, soviel man im Dunkeln sieht; der Schnee ist verharscht. Nach 100 Metern stoßen wir auf die ersten Zelte, wir suchen uns einen Platz in der Nähe und beginnen mit dem Aufbau. Doppelte Zeltunterlage, Innenzelt, dann Außenzelt darüber, anschließend kommen Matten und Schlafsäcke ins Zelt; es folgt Anmeldung in der Scheune, man händigt uns Gutscheine für zweimal Frühstück, geräucherte Forelle und Elch sowie bunte Bänder für Gruppenspiele aus; vor der Scheune steht ein Holzschuppen, wo gehacktes Holz lagert, daneben eigens errichtete Eistheke, Nebengebäude mit Aufschrift "Erste Hilfe", "Damentoilette" + handgemaltem Zettel "zugefroren!". Nebenhaus trägt Schild "Hier gibt's Treckingmahlzeiten"; draußen zwei Lagerfeuer zum Aufwärmen und als Vorbereitung für Räuchern, Valerie will sich jetzt schon zurückziehen; wir marschieren zum Wagen, überlegen, ob wir im Wagen kochen sollen; zu gefährlich, wir befördern Kochausrüstung nach unten; füllen zweimal Schnee in den Topf, dann zwei Tütensuppen; Valerie sitzt auf der Kühlbox; ich nutze Kochzeit, um Gegenstände, für die im Zelt kein Platz, in den Wagen zurückzubringen. Durch das viele Laufen ist mir warm; Valerie zieht sich unterdessen ins Zelt zurück; sie beginnt zu frieren; ich fülle Wasser aus der Thermoskanne in die Wärmflasche, optimal zum Aufwärmen für das Kind; als ich zurückkehre, ist das Essen fertig; ich lösche die Flamme, setze mich mit dem dampfenden Topf ins Zelt zu ihr; im Schein der Kopflampe essen wir alles auf; ich gehe erneut zum Wagen, mache eine Stippvisite in der Scheune; dort findet Diaabend statt; begebe mich dann zum Zelt, Valerie scheint schon eingeschlafen; sie trägt neuen blauen Fließpulli; steckt im "Polarbären" und liegt dabei auf der luftgefüllten Therm-A-Rest; sie wacht noch einmal kurz auf, als ich in meine Schlafsäcke klettere, ansonsten schläft sie durch; im engen Zelt sind die Reissverschlüsse der Schlafsäcke schwer zu schließen; die Kleidung inkl. Mütze bleibt an, nur Skihose,-jacke und Handschuhe werden ausgezogen; Daunenschuhe entpuppen sich als Nonplusultra, die Füße "dampfen" nach kurzer Zeit; ich wache einige Mal kurz auf; spüre, dass der Atem an den Zeltwänden zu Eis kristallisiert; Valerie schläft durch. Die Nacht ist sternenklar; ein etwas wackliges Trompetensolo "Il silenzio" weckt uns stimmungsvoll am Morgen; wir kleiden uns an, ich mit Thermohose, dicker Winterjacke; Valerie mit Schneehose, Schuhen, Handschuhen, Mütze. Strahlend blauer Himmel, ein wunderschöner Morgen, klirrende Kälte; wir stapfen durch den Schnee zur Scheune; dort erwarten uns Brötchen, Kaffee, Milch; ich muss mir Plastikbecher ausleihen, weil Geschirr im Zelt; ein Yeti leiht mir sein Fahrtenmesser zum Brötchenschneiden; Valerie hockt in der hintersten Ecke, die Leute sind ihr unheimlich, wirken martialisch, tatsächlich durchweg nett; das Frühstück schmeckt prima. Wir beschließen eine Runde zu drehen; oberhalb des Zeltplatzes treffen wir auf Huskies; die interessieren V. am meisten; ein Sachse weist uns auf zufriedene Gesichter beim Frühstück hin, Wo es so etwas noch gebe? Wir wandern bis zum eisbedeckten Bach, dann zurück zum Zeltplatz; gemeinsam packen wir Kleidung, Schlafsäcke in einen Außenschlafsack; schleppen das Riesenpaket zum Auto; Valerie wärmt sich dort auf; ich bekomme Alu-Heringe nur mit großer Mühe aus dem vereisten Untergrund; nach mehr als einer Stunde bin ich beim Wagen; erst im zweiten Anlauf kommen wir den Berg hoch; im Dorf läßt sich auch wieder telefonieren; Valeries Freundin Lea ist aber nicht da, um den Abenteuerbericht zu hoeren. Um 8 treffen wir wieder zu Haus ein.


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